HALLO UND AUF WIEDERSEHEN
Frauen in Grenzgängen des Lebens
Christoph Merian Verlag
240 Seiten, 150 farbige Abbildungen, 9 literarische Portraits, 17 x 23 cm
ISBN 978-3-03969-023-7
Von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet als eines der schönsten deutschen Bücher 2024.
Im Buchhandel erhältlich oder hier bestellen.
Podcastgespräche: Female Photoclub Podcast // SUPERKRAFT // Die Buch
Presse: Kölner Stadt-Anzeiger // Brigitte // WDR Lokalzeit // stern
u.a. ausgestellt im Frauenmuseum Bonn, Galerie &wieder, Bunker K101, Galerie 0, Kulturpartnerin der Leben und Tod Messe
Übersicht über geplante Vorträge, Lesungen, Ausstellungen hier
Instagram: _halloundaufwiedersehen_
Eine Arbeit über das Leben: Von Anfang bis Ende in Selbstbestimmung. Über zwei Jahre wurden neun Frauen begleitet, die geboren haben oder durch eine Krankheit mit ihrem Tod konfrontiert sind. Die Frauen bereiten sich bewusst auf ihre Prozesse vor und beschäftigen sich intensiv damit, wie sie ihre Grenzgänge beschreiten wollen. Entstanden ist ein Buch, das die Übergänge am Anfang und Ende des Lebens in berührender Weise zusammenspannt. Das ehrliche Sich-Zeigen bricht mit gesellschaftlichen Tabus und wahrt doch in jedem Moment die Würde der Dargestellten. In Fotografie und Text erzählen einfühlsame Porträts einen zugewandten Umgang mit den Grenzgängen unseres Lebens: selbstbestimmt, fürsorglich, menschlich.
Die Arbeit basiert auf einem tiefen Vertrauensverhältnis zwischen der Fotografin und den Porträtierten. Das gemeinsame Ziel ist es, die Themen des Gebärens und Sterbens nahbarer zu machen. Ihnen ihre tabuisierte Verschwiegenheit, den Deckmantel der Pietät und Scham zu nehmen. Durch das Sich-Zeigen in der eigenen Verletzlichkeit findet eine Rückbesinnung auf die eigene Stärke statt. Die Frauen wollen sich nicht ausliefern lassen: weder in ihrem Geburtsprozess, noch durch ihre Sterblichkeit oder dem Blick von außen. Alle Protagonistinnen nehmen in ihrem Prozess möglichst viel Einfluss darauf, was mit ihnen geschieht — sie bereiten sich aktiv darauf vor. Eine intime, ehrliche Dokumentationen über die Grenzerfahrung von Geburt und Tod.
Die Gegensätze zwischen ungewohnt expliziten Darstellungen von Prozessen, die in unserer Gesellschaft meist unsichtbar bleiben, und die Einbettung dieser in eine ästhetische Bildsprache, fangen sich einander auf. So entsteht ein Wechselspiel zwischen Aufrütteln und Angst-nehmen, Aufklären und Annehmen. Zudem spiegeln die unterschiedlichen Darstellungen auch die Vielseitigkeit der empfundenen Emotionen wider, sowie die Spannung zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung. Wie die dokumentarischen Fotos mit den ästhetisch inszenierten verflochten werden, so werden auch Zitate der Frauen in literarische Texte eingebettet.
Die Kontraste zwischen Geburt und Tod, Freud und Leid, Verletzlichkeit und Selbstbestimmung, Inszenierung und Dokumentation, radikaler Ehrlichkeit und ästhetischer Einbettung werden durch das nebeneinander Existieren, Gegenüberstellen und Vermischen gleichzeitig verschärft und aufgehoben. Das gesamte Buchkonzept wird getragen durch das Aushalten von Ambivalenz.
Die Publikation des Buches konnte durch die Unterstützung der Ahorn Gruppe, der Stiftung Deutsche Bestattungskultur, der FUNUS Stiftung, palliacura, der Stiftung Frauen*leben realisiert werden.






















































