big brother

Die permanente Überwachung ist mehr als eine Utopie. Was früher durch die Fernsehsendung „big brother“ eine Sensation war – der Blick in fremde Schlafzimmer, fremde Alltäglichkeiten – wird heute durch die Überflutung von persönlichen Momenten auf den sozialen Netzwerken zur beiläufigen Informationsaufnahme.

Die Fotos sind in den Fußgängerzonen Lissabons entstanden. Die Straßen sind voller Leben, voller Menschen, voller Momente. In den vermeintlich privaten Räumen der öffentlichen Lokalitäten spielen sich kleine, eigentlich unwichtige, uninteressante Geschichten ab. Doch der Blick in diese ehrliche, uninszenierte Zwischenmenschlichkeit verursacht das unangenehme Gefühl eines Voyeurs. Ein unangenehmes Gefühl des Beobachtens, des Eindringens in ein fremdes Leben. Ein Gefühl, das wir beim Durchsuchen, ja stalken, via Facebook und Google schon lange nicht mehr haben.

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